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Frisch, TK oder Konserve – Welches Gemüse ist am gesündesten?

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Angeblich haben Gemüse aus der Konserve oder der Tiefkühltruhe viel weniger Nährstoffe als frische Produkte. Aber ist frisches Gemüse tatsächlich immer automatisch die beste Option? Im folgenden Beitrag verraten wir Ihnen, beim Kauf welcher Produkte Sie grundsätzlich nichts falsch machen.

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1.    Frisches Gemüse

Fakt ist, dass frisch geerntetes Gemüse den höchsten Gehalt folgender Nährstoffe aufweist:

  • Vitamine
  • Ballaststoffe
  • Mineralstoffe
  • Sekundäre Pflanzenstoffe

Die Bezeichnung „frisch“ ist bei Gemüse jedoch trotzdem oft relativ, denn nicht selten ist der Weg vom Feld bis in die Küche des Endverbrauchers lang und niemand weiß genau, wo und wie lange die Lebensmittel nach der Ernte gelagert wurden. Liegen Sie nämlich erst tagelang herum, verlieren sie viele wertvolle Nährstoffe.

Möchten Sie möglichst sicher sein, dass Sie auch tatsächlich zu nährstoffreichem Gemüse greifen, sollten Sie am besten auf regionale und saisonale Produkte setzen. Achten Sie außerdem darauf, frisches Gemüse ab dem Kauf innerhalb von drei Tagen zu verzehren. Lagern Sie frisches Gemüse bei Zimmertemperatur, sinkt der Nährstoffgehalt nach einem Tag bereits auf 65 Prozent, an Tag zwei liegt er nur noch bei knapp 50 Prozent. Bei der Zubereitung gehen erneut 25 Prozent verloren. Weniger Nährstoffe verliert frisches Gemüse, wenn Sie es im Kühlschrank aufbewahren. In welchem Fach Sie es am besten lagern, können Sie in unserem Beitrag Kühlschrank einräumen nachlesen. Um den Nährstoffverlust weiterhin möglichst gering zu halten, sollten Sie außerdem beim Kochen darauf achten, dass das Gemüse knackig bleibt.

2.   Tiefkühl-Gemüse

Viele Menschen glauben, Tiefkühlgemüse besitze wegen des Haltbarmachens kaum noch Nährstoffe und Vitamine. Der Vitaminverlust von Tiefkühlgemüse ist allerdings wesentlich geringer als viele annehmen, da es direkt nach der Ernte vitaminschonend eingefroren wird. Karotten, die sich für etwa ein Jahr bei -18°C in Ihrer Tiefkühltruhe befinden, weisen immer noch einen Gehalt von 80 Prozent an Vitamin C auf. Kühlen Sie die Möhren im Kühlschrank, sinkt ihr Vitamin-Gehalt innerhalb weniger Tage auf 60 Prozent.

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Grundsätzlich ist Tiefkühl-Gemüse also eine gute Alternative, wenn Sie nicht die Möglichkeit haben, jeden Tag frisches, regionales Gemüse einzukaufen und es bestenfalls noch am selben Tag zu verarbeiten. Genau wie bei frischem Gemüse ist außerdem die richtige Zubereitung der Tiefkühlkost wichtig. Wie Sie zum Beispiel Broccoli möglichst vitaminschonend verarbeiten, können Sie hier nachlesen.

Das einzig negative an Tiefkühlkost ist der hohe Energieverbrauch durch die Tiefkühllagerung. Dieser lässt sich jedoch mit einem energieeffizienten Gefrierschrank allerdings wirksam eindämmen. Mehr über sparsame Modelle können Sie in einem Testbericht von vergleich-aktuell.de erfahren.

3.    Konserven-Gemüse

Gemüse aus dem Glas oder der Konserve genießt im Allgemeinen keinen sehr guten Ruf. Allerdings bieten Konserven den klaren Vorteil, dass sie jahrelang haltbar sind. Dadurch hat man die Möglichkeit, sich einen kleinen Vorrat anzulegen, der zuhause jederzeit greifbar ist. Trotzdem ist es aber tatsächlich so, dass Gemüse aus der Konserve die wenigsten Nährstoffe enthält, da es für die Haltbarmachung mehrmals erhitzt werden muss. Dabei verliert es bis zu 50 Prozent seiner Nährstoffe und Vitamine. Da Konserven-Gemüse allerdings immer noch besser ist als gar kein Grünzeug, spricht im Grunde nichts dagegen, solange das Dosen-Produkt nicht jeden Tag verzehrt wird.

Über Manuela

Mutter, Tierheimtierpflegerin, Hobbygärtnerin und leidenschaftliche Bloggerin u.a. auf www.meinhund24.de

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