Im Bereich der Computer und Betriebssysteme hat sich in den letzten Jahren vieles verändert. Während es früher üblich war, dass ein einziges Betriebssystem auf der Festplatte installiert wurde, kommt es mittlerweile immer häufiger vor, dass auf einem Laptop oder Rechner zwei oder sogar drei Betriebssysteme installiert werden. Dies auch nur dadurch möglich, da die Festplatten immer mehr Kapazität zur Verfügung stellen. Dabei gibt es zwei Varianten. Während die Betriebssysteme virtuell gespeichert werden können, können diese ebenfalls direkt auf der Festplatte gespeichert werden.

Mehrere Betriebssysteme aufspielen

Der Vorteil eines zweiten Betriebssystems besteht darin, dass andere Geräte ebenfalls verwendet werden können, die eventuell bestimmte Voraussetzungen an das Betriebssystem stellen. Pro Partition einer Festplatte ist es nur möglich ein Betriebssystem zu installieren. Daher muss entweder die Festplatte in mehrere Partitionen unterteilt oder eine zweite Festplatte eingesetzt werden. Beim Hochfahren des Computers werden die Betriebssysteme durch das Zusammenspiel der einzelnen eingebauten Elemente erkannt. Die unterschiedlichen Partitionen können selbst eingestellt werden, solange sich noch ein Betriebssystem auf der Platte befindet. Je nach System ist es möglich, im Laufe der Installation die Partitionierung der Festplatte vorzunehmen.

Für die Partitionierung können ebenfalls andere Werkzeuge eingesetzt werden, wie zum Beisiel das EASEUS, ein spezieller Partition Manager. In der Datenträgerverwaltung können die Einstellungen ohne weitere Software vorgenommen werden. Dies ist allerdings in diesem Rahmen lediglich bei Windows möglich. Die Ausgabe von Windows spielt hierbei allerdings keine Rolle. Nach dem Anlegen der weiteren Partition kann der Datenträger für das weitere Betriebssystem eingelegt und der Computer neu gestartet werden. In diesem Falle wird das Betriebssystem auf dem Datenträger ausgewählt.

Beim Booten kann ausgewählt werden, dass der Datenträger verwendet wird. Da das System bislang noch nicht installiert ist, muss die Partition für die Speicherung in diesem Vorgang ebenfalls ausgewählt werden. Bei mehreren installierten Betriebssystemen kann sowohl bei Windows, wie auch bei Linux das gewünschte Betriebssystem aus der Liste beim Booten gewählt werden.

Betriebssysteme virtuell installieren

Eine Installation eines Betriebssystems auf eine virtuelle Maschine ist nur dann zu empfehlen, wenn an das System keine großen Anforderungen gestellt werden. Die VMWare oder der Virtual Computer simulieren einen Computer und spielen vor, dass dieser über ein abgeschottetes Betriebssystem verfügen. Innerhalb dieses Systems ist ein normales Handeln möglich, was allerdings nicht die Hardware betrifft, da diesbezüglich nur eingeschränkte Möglichkeiten eingeräumt werden können. Es besteht sogar die Möglichkeit, dass zwischen dem realen und virtuellen Betriebssystem Daten ausgetauscht werden können.

Sogar die Nutzung des Internets ist dabei nicht ausgeschlossen. In der virtuelle Maschine können die unterschiedlichen Betriebssysteme installiert werden. Ob Linux, Ubunto oder Windows, es gibt dabei nichts, was es nicht gibt. Wie auch bei der wirklichen Installation eines zweiten Betriebssystems erscheint auch bei einem virtuellen PC ab dem nächsten Neustart eine Liste der zur Auswahl stehenden Betriebssysteme.