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Sauerteig herstellen – Ansatz selber machen für Sauerteigbrot

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Sauerteig herzustellen ist keine Kunst. Das Backen mit Sauerteig ist eine uralte und weltweit verbreitete Tradition, um mit wenigen Mitteln das schmackhafteste Brot zu backen. Mit folgender Anleitung können Sie Sauerteig ganz einfach selbst ansetzen.

Was ist Sauerteig?

Sauerteig entsteht durch Milchsäuregärung. Die Milchsäurebakterien wandeln den enthaltenen Zucker in Milchsäure um. Der Teig wird „vergoren“.

Sauerteig dient als natürliches Triebmittel, verbessert die Verdaulichkeit des Brotes sowie seine Haltbarkeit, schenkt dem Brot das richtige Aroma und sorgt dafür, dass es innen weich bleibt und außen eine knusprig aromatische Kruste bekommt.

Roggenbrot gelingt ausschließlich mit Sauerteig. Anderenfalls fällt er in sich zusammen, denn Roggenmehl enthält kaum Kleber bzw. Enzyme, die den Kleber abbauen. Doch auch Weizenbrot schmeckt mit Sauerteig sehr viel besser. Grund genug, um Sauerteig selbst herzustellen.

Sauerteig herstellen – Anleitung

  • Wenn Sie Sauerteig selbst herstellen möchten, benötigen Sie lediglich Roggenmehl Type 1150 und warmes Wasser. Außerdem etwas Geduld, denn der Sauerteig-Ansatz ist erst nach drei Tagen fertig.
  • Geben Sie zunächst 50 g Roggenmehl und 50 ml Wasser in eine Schüssel und verrühren Sie beides gut.
  • Decken Sie die Schüssel mit einem Geschirrhandtuch zu und lassen Sie diesen Teigansatz 24 Stunden an einem warmen Ort stehen. Zimmertemperatur muss es mindestens sein. Am besten gelingt der Sauerteig bei einer Temperatur von 25-30 °C.
  • Am nächsten Tag geben Sie weitere 50 g Roggenmehl und 50 ml Wasser hinzu und rühren alles durch. Anschließend kommt wieder das Handtuch über die Schüssel und der Teig darf weitere 24 Stunden stehen.
  • Sind diese vergangen, kommen noch einmal 50 g Roggenmehl und 50 ml Wasser dazu. Wieder muss der durchgerührte Teig 24 Stunden ziehen.
  • Sie werden nun sehen, dass sich auf dem Teig eine Art Schaum gebildet hat. Ein Zeichen dafür, dass die Bakterien fleißig waren und Sie ab sofort Brot aus Sauerteig backen können.
  • Es reicht aus, wenn Sie von Ihrem Teig 50 g aufbewahren. Den Rest können Sie gleich verbacken. Im Kühlschrank lässt sich der Sauerteigansatz etwa eine Woche lang aufbewahren.
  • Soll er länger halten, geben Sie soviel Roggenmehl dazu, dass sich kleine trockene Streusel bilden. Diese halten sich im Kühlschrank gut 8 Wochen.
  • Auch das Einfrieren ist ohne Probleme möglich. Die Milchsäurebakterien nehmen trotz geringer Temperaturen keinerlei Schaden.
  • Sie können den Sauerteigansatz auch hauchdünn auf eine flache Unterlage streichen und richtig durchtrocknen lassen. Anschließend kratzen sie alles mit einem Messer runter. Die so entstehenden Flocken sind nahezu ewig haltbar.
  • Möchten Sie Ihren Ansatz „wiederbeleben“, geben Sie wieder Mehl und warmes Wasser hinzu. Nach 24 Stunden an einem warmen Ort können Sie wie gewohnt weiterbacken.

 

Über Manuela

Mutter, Tierheimtierpflegerin, Hobbygärtnerin und leidenschaftliche Bloggerin u.a. auf www.meinhund24.de

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