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Fair Trade – wie funktioniert das?

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Vielen Menschen ist der Begriff Fair Trade im Zusammenhang mit Kaffee bekannt. Allerdings beschränkt sich dies nicht einzig auf Kaffee, sondern weitet sich auf immer mehr Lebensmittel aus. Bereits wenn man sich selbst fragt, was diese Aufschrift bedeutet muss festgestellt werden, dass man auch selbst sich bislang noch nicht damit befasst hat. Ebenso geht es zahlreichen anderen Menschen. Somit stellt sich für viele die Frage, warum sie sich ausgerechnet für die Produkte mit der Aufschrift Fair Trade entscheiden sollen.

Geschichte von Fair Trade

Die Wichtigkeit eines fairen Handelns wird spätestens dann klar, wenn die Entwicklung des Kaffeepreises in den letzten Jahren und Jahrzehnten betrachtet wird. Durch die Einführung einer solchen Marke konnte das Überleben einiger Bauern gesichert werden. Gleichzeitig war es möglich, dass in den Industrieländern auf das Problem und die Existenznot der Bauern mit Kaffeeplantagen aufmerksam gemacht werden konnten. Dadurch stieg der Kaffeepreis wieder etwas an, was allerdings keine endgültige Lösung war. Nur die Produkte der Marke Fair Trade zahlen den Bauern und weiteren Arbeitern eine fairen Preis, der mittlerweile nicht nur den Kaffee, sondern auch andere Produkte einschließt. Bis 1990 wurde die Kaffeeproduktion durch ein internationales Abkommen geregelt. Danach stiegen auch die südostasiatischen Länder in die Produktion und Vermarktung ein und sorgten für eine enorme Überproduktion und somit zum Preisabfall des Produktes. Zu leiden hatte in erster Linie die Bauern. Um diese oder ähnliche Krisen auch in Zukunft zu vermeiden, sind es vor allem Produkte, die in Entwicklungsländer und Dritte Welt Ländern angebaut werden. Dazu zählen neben Kaffee, Schokolade, Baumwolle und Bananen.

Funktionsweise von Fair Trade

Das Prinzip ist einfach. Es gibt in erster Linie um die Existenzsicherung derjenigen, die die Produkte anbauen, also meist die Bauern. Die bedeutet, dass es möglich sein muss, dass die Erzeuger einzig von dieser Tätigkeit leben und überleben können, angesichts der Tatsache, dass sie viele Stunden auf den Feldern und Plantagen verbringen. Dadurch sind diese Menschen nicht mehr auf die Entwicklung des Weltmarktes angeboten. Im weiteren Schritt setzt sich Fair Trade dafür ein, dass die Arbeitssicherheit und Qualität verbessert wird. Urlaub, Weiterbildungen und das verbot von Kinderarbeit sind ebenso ein Teil des Projektes. Zusätzliche Fördermittel werden in wirtschaftsfördernde, ebenso auch soziale Projekte gegeben, die das Leben für die Menschen vor Ort auch in weiteren Bereichen verbessern und lebenswerter machen soll. Dabei ist allerdings zu bedenken, dass die Mehrkosten, die durch dieses Modell und die Existenzsicherung entstehen, an anderer Stelle wieder eingeholt werden müssen. Die Kostendeckung wird meist über einen leicht erhöhten Preis des Endproduktes vorgenommen. Dabei ist allerdings zu erwähnen, dass der Preisunterschied sich bei einigen Produkten sehr gering hält.

Siegel für den fairen Handel

Über die Jahre haben sich mehrere Organisationen gebildet, die ein gemeinsames Ziel vertreten. Die bekannteste der Organisationen ist das Trans- Fair- Sigel. Bereits die Optik dieses Sigels ist sehr markant. Mit einer schwarzen Silhouette wird eine Person mit erhobenem Arm dargestellt. Im Hintergrund befinden sich ein blauer Himmel und ein grünes Ackerland. Es bietet sich teilweise an, dass im Vorfeld Informationen über die jeweilige Organisation eingeholt wird, bevor das Vertrauen geschenkt wird. 

Über Manuela

Mutter, Tierheimtierpflegerin, Hobbygärtnerin und leidenschaftliche Bloggerin u.a. auf www.meinhund24.de

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